Stadt Göppingen

EVF-i-Fiber: Informationen zum Breitbandausbau.

Hintergründe

Projektziel

Ein Zugang zu leistungsfähigem Internet ist im Zeitalter der Digitalisierung elementarer Bestandteil und stellt für uns einen Beitrag zur Daseinsvorsorge dar.

Die Bundesregierung hat das Ziel definiert, bis zum Jahr 2025 ein flächendeckendes Gigabit-Netz zu errichten. Um dieses Ziel zu realisieren, bietet der Bund sowie das Land Baden-Württemberg Förderprogramme an (gigabit-projekttraeger.de).

Die Stadt Göppingen hat die Stadtwerke Göppingen deshalb damit beauftragt, im Stadtgebiet ein Glasfasernetz zu errichten. Der Ausbau erfolgt sukzessive in 15 Clustern.

Die unter Hinzunahme von Fördermitteln gebaute passive Infrastruktur wird für den aktiven Netzbetrieb an die Firma imos GmbH verpachtet. Die Netzinfrastruktur bleibt aber vollständig im Eigentum der öffentlichen Hand.

Um einen flächendeckenden Ausbau im gesamten Stadtgebiet zu realisieren, erweitern die Stadtwerke Göppingen das Ausbaugebiet und bauen neben den geförderten Adresspunkten auch große Teile des Stadtgebietes eigenwirtschaftlich aus.

Glasfaser

Die vorhandene Telekommunikationsinfrastruktur ist in aller Regel kupferbasiert. Diese weist im Vergleich zur Glasfaser-Technik entscheidende Unterschiede auf:

  • Durch das physikalische Phänomen der sogenannten „Dämpfung“ ist für den Datendurchsatz des Endverbrauchers die Distanz zum nächsten Verteiler entscheidend. Im ländlichen Raum ein entscheidender Nachteil! Je weiter vom Verteiler entfernt, desto geringer der Datendurchsatz.
  • Glasfaserkabel sind deutlich zuverlässiger, da sie unempfindlicher gegenüber Kälte, Feuchtigkeit, Temperaturschwankungen, Magnetfeldern oder anderen Einflüssen sind.

 

Auch das Nutzungsverhalten der Kunden hat sich in den letzten Jahren rapide gewandelt. Nicht nur Unternehmen, auch Privathaushalte benötigen immer höhere Übertragungsgeschwindigkeiten für immer größere Datenmengen:

  • Der Bund verfolgt deshalb das Ziel der Herstellung von Gigabit-Netzen, um in Zukunft mit dieser Entwicklung schritthalten zu können.
  • Aktuelle Studien gehen von einer mittleren Nachfrage von 500 Mbit/s bis 2025 aus.
  • Mit kupferbasierter Übertragungstechnik sind aufgrund physikalischer Einschränkungen maximal 250 Mbit/s erreichbar.

 

Das neu errichtete Glasfasernetz hat dem gegenüber einige Vorteile:

  • Die Datenübertragung erfolgt mit Lichtgeschwindigkeit, und zwar unabhängig von der Strecke, die zwischen dem Netzabschlusspunkt und dem Verteiler liegt und unabhängig davon, wie viele Nutzer bzw. Endgeräte angeschlossen sind, da der Hausanschluss nicht mit anderen Nutzern geteilt werden muss.
  • Stichwort Nachhaltigkeit: Im Vergleich zum Kupferkabel benötigt Glasfaser etwa fünf Mal weniger Energie pro transportierter Datenmenge. Dies ist bei weiterhin steigenden Datenmengen ein klarer Vorteil. Die Kabel sind dünner und einfacher zu verlegen, sie sparen Platz, Gewicht und Material. Der benötigte Rohstoff Siliziumdioxid ist weltweit in großer Menge verfügbar.
  • Und insbesondere für Hauseigentümer nicht zu vergessen: Der Glasfaseranschluss erhöht den Wert der Immobilie signifikant.

Bauphasen

Der Ausbau des Glasfaser-Gigabitnetzes in Göppingen ist in mehrere Abschnitte, den sogenannten Clustern, unterteilt. Der Ausbau der einzelnen Cluster läuft wie folgt ab:

1. Vermarktung & Vertragsabschluss

Vor Baubeginn werden durch die Stadtwerke Göppingen die Zustimmungen der Eigentümer sowie der Anwohner eingeholt, die Interesse an einem Ausbau haben. Unser Ziel ist es, den Ausbau möglichst flächendeckend zu gestalten. Das dazu passende Produktangebot liefert die EVF.

2. Erkundung

Sorgfältige Planung und Absprache der Baumodalitäten ist das A und O. Bevor die Tiefbauarbeiten starten, wird individuell mit dem Hauseigentümer festgelegt, wie die Hauseinführung auf dem Grundstück bis in das Gebäude verlegt wird.

3. Tiefbau

Die Tiefbaukolonne rückt an, erledigt die Tiefbauarbeiten und verlegt das Leerrohr vom Straßenzug bis in das Gebäude.

 

Sofern auch ein Produktvertrag abgeschlossen wurde:


4. Montage

Die eigentliche Glasfaser wird nun in das vorhandene Leerrohr eingeblasen, ohne dass erneute Bauarbeiten notwendig sind. Mit Montage eines Hausübergabepunktes ist diese Bauphase beendet.

5. Hardware

Ihnen wird die bereits vorkonfigurierte FRITZ!Box per Post zugestellt.

6. Inhausverkabelung & Inbetriebnahme

Wir erstellen ein FTTH-Netz, das heißt, dass die Glasfaserleitung nicht im Hausanschlussraum endet, sondern direkt bis in Ihre Wohnung geführt wird. Hierfür ist eine Inhausverkabelung vom Hausübergabepunkt in Ihre Wohnung notwendig. Die Inhausverkabelung endet an einer Glasfaserabschlussdose, an der dann Ihre FRITZ!Box angeschlossen wird. Ab diesem Zeitpunkt können Sie das lichtschnelle Internet der EVF nutzen.

Aktueller Baufortschritt

Q4/2023

Auch zum Ende des Jahres hat sich einiges getan: Die Tiefbauarbeiten im sechsten Ausbaucluster Bezgenriet schreiten zügig voran, im Ortsteil Schopflenberg sind bereits weite Teile der Hausanschlüsse fertiggestellt. Im zweiten Schritt muss nun noch die Trasse in den Straßen gelegt werden. Auch in Faurndau wurde am 06. Dezember ein wichtiger Meilenstein erreicht: Das zentrale Technikgebäude (PoP) wurde aufgebaut und wird nun nach und nach mit der aktiven Technik bestückt.

Auf diese Weise arbeiten die Stadtwerke Göppingen, gemeinsam mit der EVF daran, hochmoderne Glasfaserverbindungen für noch mehr Bürger und Unternehmen in Göppingen zugänglich zu machen.

Q3/2023

Der Ausbau des vierten und fünften Clusters im Göppinger Stadtteil Faurndau kommt voran: Wenige Monate nach Baustart sind bereits zahlreiche Hausanschlüsse tiefbauseitig für den Anschluss an das Glasfasernetz vorbereitet, der symbolische Spatenstich findet am 06.10.2023 statt. Interessenten können auch weiterhin einen Antrag für den Hausanschluss sowie Internettarif stellen. Im Bezirk Faurndau baut die SWG sowohl eigenwirtschaftlich als auch gefördert aus.

Der Ausbau im sechsten Ausbaucluster Bezgenriet steht ebenfalls in den Startlöchern: Der Baustart ist für Herbst 2023 geplant.

Q2/2023

Mit der Errichtung den zentralen Technikgebäudes (Point of Presence, kurz PoP) haben die Stadtwerke Göppingen Ende April einen wichtigen Meilenstein im Ausbau des Glasfasernetzes in der Göppinger Kernstadt erreicht. Alle Gebäude im Göppinger Zentrum Nord werden bis Ende des Jahres eine direkte Verbindung zum PoP-Gebäude erhalten.

Den Startschuss für die Vermarktung des vierten Ausbauclusters Faurndau gibt die Infoveranstaltung am 04. Mai. Baustart ist im August 2023. In Faurndau können an knapp 2000 Adresspunkten über 4000 Wohneinheiten mit Internet, Telefon und TV versorgt werden.

Im zweiten Ausbaucluster Bartenbach sind die Tiefbauarbeiten abgeschlossen, ein Großteil der Kunden surft bereits mit bis zu 1000 Mbit/s.

Q1/2023

Der Ausbau des dritten Clusters startet in der Göppinger Kernstadt, genauer gesagt im nördlichen Zentrum. Die Vorvermarktung läuft bereits seit dem Winter, Baustart ist im Februar 2023, offizieller Spatenstich im März 2023. 
Für das Cluster Bezgenriet und Schopflenberg läuft bereits die Phase der Vorvermarktung. Baustart des Clusters soll im Sommer 2023 sein.

Q4/2022

Der erste Kunde in Lerchenberg ist online. Damit wurde ein ehrgeiziges Ziel und eine Herzensangelegenheit der Stadtwerke Göppingen erreicht und umgesetzt, nämlich auch die etwas abseits gelegeneren Teilorte mit als erstes zu erschließen.

Q3/2022

Die Arbeiten in Bartenbach schreiten zügig voran. Neben den Tiefbauarbeiten werden auch bereits Glasfaserkabel eingeblasen. Die ersten Kunden gehen im September online.

Q2/2022

Mit einem symbolischen Spatenstich wird am Samstag, 09.04.2022, in Bartenbach der Startschuss zum Glasfaserausbau gegeben. Nach Holzheim wird nun der Göppinger Stadtteil Bartenbach mit Lerchenberg und Hohrein erschlossen. Die Stadtwerke Göppingen erweitern dort überwiegend eigenwirtschaftlich die Erschließung des Stadtgebiets durch modernste Glasfasertechnologie. Bartenbach ist somit das zweite Ausbaucluster der zukünftigen Breitbandversorgung Göppingens.
Die Tiefbauarbeiten beginnen im April und der Ausbau findet bis zum Jahr 2023 statt. Im ersten Schritt werden in Bartenbach rund 900 Hausanschlüsse errichtet. Auf einer Länge von knapp 34 Kilometern werden Micropiperohre eingelegt, in die später Glasfaserkabel eingeblasen werden.

Q1/2022

Am 03.02.2022 findet eine Online-Infoveranstaltung zum Thema Breitbandausbau in Bartenbach statt. Die Teilnehmer werden vollumfänglich über das Ausbaugebiet, Technik, Produkte und die geplante Vorgehensweise informiert.

Q4/2021

Knapp sechs Monate nach dem Start der Arbeiten zum Breitbandausbau im Göppinger Stadtteil Holzheim werden Ende Dezember die ersten Kunden erfolgreich an das neue Glasfasernetz angeschlossen.

Q3/2021

Baubeginn in Holzheim am 05. Juli 2021. Mit der Errichtung des zentralen Technikgebäudes (Point of Presence – kurz PoP) haben die Stadtwerke Göppingen einen wichtigen Meilenstein im Ausbau des Glasfasernetzes in Holzheim erreicht. Um die knapp 1500 Wohneinheiten mit Internet, Telefon und TV zu versorgen, wird die Station mit umfangreicher Technik ausgestattet.

Q2/2021

Die im Rahmen der Ausschreibung für die Tiefbaumaßnahmen eingegangenen Angebote für das erste Cluster Holzheim werden ausgewertet, Bietergespräche finden statt.

Gebäudeanschluss

Für nähere Infos rund um den Hausanschluss und die Vorteile der Glasfaser-Technik empfehlen wir einen Blick auf unsere Erklärvideos, die Sie hier abrufen können:

https://www.evf-i.de/produkte/evf-i-fiber.html

 

Wer erhält einen Anschluss?

Unabhängig davon, ob Ihr Gebäude in einem geförderten Gebiet liegt oder nicht, können Sie einen Glasfaseranschluss erhalten. Wichtig ist, dass das Objekt im Stadtgebiet Göppingen liegt und in Rahmen unseres Clusterausbaus für den Ausbau vorgesehen ist.

Objekte, die im geförderten Gebiet liegen, erhalten den Hausanschluss immer kostenlos.

Objekte, die während des Clusterausbaus angeschlossen werden, allerdings nicht im geförderten Gebiet liegen, erhalten das TK-Leerrohr ebenfalls kostenlos, wenn zugleich ein Produktvertrag abgeschlossen wird. Schließen Sie keinen Produktvertrag ab, so erhalten Sie den Anschluss kostengünstig und können zu einem späteren Zeitpunkt den Produktvertrag und die Inhaus-Verkabelung beauftragen.

Sofern wir in Ihrem Verteilbereich bereits ausgebaut haben und Sie nun nachträglich, d. h. nach Ende des Clusterausbaus an das bestehende Netz anschließen, fallen individuell höhere Kosten an.

Über unsere Verfügbarkeitsprüfung können Sie prüfen, ob an Ihrem Standort aktuell Baumaßnahmen stattfinden: https://www.evf-i.de/bestellung/verfuegbarkeitspruefung.html